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Zum Jahreswechsel
Heiße Themen zum Jahreswechsel

Das Jahr 2019 begann mit einem Paukenschlag für den Naturschutz. Bei eiskalten Temperaturen bildeten sich mancherorts lange Menschenschlangen vor den Rathäusern. So wurde das Volksbegehen für mehr Artenvielfalt zu einem überwältigenden Erfolg. Für uns Fischer bedeutet dies zweierlei.

Zum einen zeigt es uns, dass die Bevölkerung großes Interesse an Umwelt- und Naturschutzthemen hat. Wir müssen dies nutzen um immer wieder deutlich zu machen, dass Naturschutz nicht an der Wasseroberfläche aufhört, sondern dass insbesondere unsere heimischen Fische zum Teil stark im Bestand bedroht sind. Der Verband informiert bei Ausstellungen und Veranstaltungen über diese Themen. Wichtig ist aber auch die Aufklärungsarbeit der Vereine und Genossenschaften vor Ort. Gerne unterstützen wir sie dabei mit entsprechendem Infomaterial oder Equipment.

Zum anderen hat das erfolgreiche Volksbegehren die Gesetzeslage stark verändert. Die von uns so lange geforderten Gewässerrandstreifen sind jetzt endlich gesetzlich verankert. Aber wie geht es jetzt weiter? Wir schauen von Seiten der Fischerei genau hin, wie die Gesetze letztlich in der Praxis umgesetzt werden und drängen weiterhin darauf, dass es einen konsequenten Gewässer- und Artenschutz in Bayern geben muss, der nicht an der Wasseroberfläche Halt macht. Dies wird vor allem Aufgabe der Verbände sein, aber auch hier sind die Vereine und Genossenschaften vor Ort gefordert, auf Missstände aufmerksam zu machen.

Ein weiteres heißes Thema in diesem Jahr waren die Demonstrationen von überwiegend jungen Menschen, die sich wegen des Klimawandels Sorgen um ihre Zukunft machen. Auch wenn es immer noch Politiker gibt, die behaupten, dass es keine Klimawandel gibt und auch wenn es in diesem Sommer nicht so starke Hitzeperioden wie 2018 gab, stellen wir in unseren Gewässern eine deutliche Erwärmung und damit verbundene Veränderungen fest. Insbesondere unsere alpin geprägten kühlen, sauerstoffreichen Fließgewässer mit ihrem Salmonidenbestand könnten von massiven Veränderungen bedroht sein. Diese Thematik wird unsere Arbeit in der kommenden Zeit stark beeinflussen. Welche Möglichkeiten gibt es um der Tendenz entgegenzuwirken, zum Beispiel durch intensive Beschattung der Oberläufe? Oder müssen sich Angler aber auch Fischzüchter in Zukunft auf ein ganz anderes Artenspektrum einstellen?

Eine gute Gelegenheit, diese und viele andere heiße Themen gemeinsam zu besprechen bietet im Januar 2020 wieder die Messe JAGEN UND FISCHEN in Augsburg. Für viele unserer Mitglieder ist ein Besuch des Gemeinschaftsstandes des Fischereiverbandes Schwaben und der Fachberatung für Fischerei bereits ein festes Ritual. Die Vorbereitungen für die Ausstellungen laufen bereits seit langem und ich bedanke mich schon jetzt bei den über 50 ehrenamtlichen Helfern, die wieder für eine sehr lebendigen Messeauftritt sorgen werden.

Danken darf ich auch allen, die unsere Ziele und unsere Arbeit unterstützen und viel Freizeit opfern um unsere Gewässer zu schützen und die Fischbestände zu hegen und zu stützen. Gerne verbinde ich den Dank mit den besten Wünschen für eine friedvolle Weihnachtszeit und ein frohes neues Jahr 2020

Ihr

Hans-Joachim Weirather

Präsident



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