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Zum Jahreswechsel
Frohe Kunde zum Jahresende

Mit einem Paukenschlag für den Gewässerschutz in Schwaben geht das Jahr 2017 zu Ende.

Bei einem gemeinsamen Festakt an der Iller bei Buxheim unterzeichneten die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und ihr Kollege aus Baden-Württemberg Franz Untersteller am 4. November ein auf insgesamt zehn Jahre angelegtes Arbeitsprogramm mit dem Titel "Agile ILLER".

Das Programm umfasst rund 60 Maßnahmen entlang der Iller von Aitrach bis Wiblingen. Geplant sind beispielsweise die verstärkte Gewässer- und Auenentwicklung für den Natur- und Hochwasserschutz. Außerdem sollen bestehende Seitengewässer besser angebunden sowie die Gewässerstruktur und Durchgängigkeit weiter verbessert werden. Durch Deichrückverlegungen soll die Iller wieder mehr Raum bekommen und stärker erlebbar werden. Scharf und Untersteller machten deutlich: "Wir verpflichten uns mit dieser Vereinbarung, die Maßnahmen in den nächsten Jahren konsequent umzusetzen und damit auch die Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen. Die naturnahe Entwicklung der Iller und ihrer Aue ist wichtig für die Umwelt und vor allem auch für die Menschen in der Region."

Wir als Fischereiverband werden uns bei den Planungen aktiv einbringen und damit einen Beitrag zum Projekterfolg leisten.

Von den Kosten des Gemeinschaftsprojektes in Höhe von insgesamt rund 70 Millionen Euro tragen Bayern und Baden-Württemberg jeweils die Hälfte.

Die Freude über das angekündigte Maßnahmenprogramm wird allerdings getrübt durch die Entscheidung des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis, genau in dieser Renaturierungsstrecke ein weiteres Wasserkraftwerk zu genehmigen. Hier werden wir den Landesfischereiverband im weiteren Rechtsstreit unterstützen.

Unterstützung für die Belange der Fischerei erreichen wir insbesondere durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Hier war der Verband in diesem Jahr sehr aktiv. Die Messe JAGEN UND FISCHEN zu Jahresbeginn entwickelt sich immer mehr zu einem Treffpunkt der Fischerinnen und Fischer aus ganz Schwaben. Beim Aktionstag am Benninger-Ried Museum, beim Tag der offenen Tür in Salgen und beim Bachmuscheltag war hauptsächlich unsere Jugend aktiv. Hervorragend war auch die Präsentation der Fischerei auf der Allgäuer Festwoche in Kempten.

Im kommenden Jahr werden uns vor allem geplante oder angedachte Projekte an der Donau beschäftigen. Hier gilt es die Balance zu finden, zwischen den berechtigten Interessen der Fischerei und einer gesellschaftspolitischen Verantwortung.

Letztere steht sicherlich bei der Einrichtung von Flutpoldern im Focus. Um massive Schäden und Gefahren für die Menschen an der unteren Donau abzuwenden, muss bei extremen Hochwasserereignissen auch die Überflutung einiger Baggerseen akzeptiert werden. Immerhin dürfen wir sicher sein, dass dies nur ganz selten, d.h. im Abstand von Jahrzehnten der Fall ist.

Bei den Überlegungen zu einem Auen-Nationalpark lässt sich angesichts des sehr zerstückelten Projektgebietes über die Sinnhaftigkeit dieser Planungen streiten. Vor allem aber gilt es die Interessen der betroffenen Fischereiberechtigten zu vertreten. Neben einer weiterhin ungehinderten Fischereiausübung stellt sich auch die Frage der künftigen Vergrämung von fischfressenden Vögeln. Diese Themen werden wir gemeinsam mit dem Landesfischereiverband im anstehenden Dialogverfahren deutlich machen.

Vor dem anstehenden Jahreswechsel danke ich allen, die sich für die Fischerei in Schwaben engagiert haben. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und Gesundheit, Glück und Petri Heil im neuen Jahr.

Ihr

Hans-Joachim Weirather

Präsident



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